Sozialwirtschaft in Schleswig-Holstein zeigt Wirkung

Sozialwirtschaft in Schleswig-Holstein zeigt Wirkung

Im Auftrag der Landes-Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Schleswig-Holstein hat die xit GmbH die Sozialwirtschaft in Schleswig-Holstein genau unter die Lupe genommen. Im Fokus standen dabei die Angebote und Dienste der freien Wohlfahrtspflege.

Die Sozialwirtschaft in Schleswig-Holstein erbringt vielfältige Leistungen und Angebote zur Unterstützung hilfebedürftiger Menschen. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Lebensqualität von Person, die Hilfen erhalten. Aber auch die gesellschaftliche, die kollektive Lebensqualität wird maßgeblich durch die Angebote der Sozialwirtschaft mitgestaltet. Die Sozialwirtschaft ist ein Beitrag zur gesellschaftlichen Solidarität und zur Verwirklichung von Menschenrechten.

Darüber hinaus ist die Sozialwirtschaft aber auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die sozialen Leistungen und die hierzu gegründeten Organisationen können auch in wirtschaftlichen, finanziellen Kategorien beschrieben werden. Dafür wurden insgesamt über 4.000 Daten von 67 repräsentativ ausgewählten Einrichtungen und Diensten erhoben, Eltern von Kindern in Kindertageseinrichtungen befragt und zahlreiche Sekundärdaten verschiedenster Quellen ausgewertet und zusammengeführt. Die Studie „Sozialwirtschaft in Schleswig-Holstein“ bringt die Perspektiven einer sozialen und einer finanziellen Wirkung zusammen und nimmt erstmals eine umfassende empirische Beschreibung der Sozialwirtschaft in Schleswig-Holstein vor.

Die diakonischen Werkstätten Schleswig-Holsteins hatten den Wunsch, ihre Wirkung über die Studie „Sozialwirtschaft in Schleswig-Holstein“ hinaus tiefergehend zu untersuchen. Deshalb hat die Diakonie Schleswig-Holstein den Social Return on Investment für neun diakonische Werkstatträger mit mehr als 15 Werkstattstandorten beauftragt. Die Studie untersucht die (regional-)ökonomische Bedeutung der Werkstätten als Produzent und Dienstleister, Nachfrager, Steuer- und Beitragszahler sowie Beschäftigungs- und Einkommensfaktor. In diesem Zusammenhang wird auch der Frage nachgegangen: Was wäre wenn es die Werkstätten nicht gäbe und stattdessen andere bestehende oder politisch diskutierte Leistungsformen greifen würden?

Neben den monetären Perspektiven des SROIs wurde auch die nicht-monetäre Perspektive SROI 5, die Lebensqualität der Beschäftigten, untersucht. Eine Stichprobe von knapp 1.700 Beschäftigten wurde mittels eines teilstandardisierten Fragbogens von geschulten Interviewern (Mitarbeiter anderer Werkstätten) zu den acht Dimensionen der Lebensqualität sowie ihren Handlungsspielräumen befragt. Trotz eines hohen Organisationsaufwands bei dieser Menge an Werkstattstandorten berichteten die Werkstätten von einer machbaren und bereichernden Erfahrung für Interviewer, Werkstattmitarbeiter und Beschäftigte. Aktuell werden die Fragebögen von der xit GmbH ausgewertet und alle Beteiligten sind gespannt auf die Ergebnisse der bislang größten SROI 5-Erhebung. Die Ergebnisse werden Anfang 2017 vorliegen.

Beide Studien ermöglichen bisher einmalige Erkenntnisse über die Angebote und Leistungen der Sozialwirtschaft in Schleswig-Holstein und deren vielschichtigen Wirkungen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Kollegin Frau Dr. Britta Wagner.

 

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