Entwicklung des Controllings in der Sozialwirtschaft

Dritte Erhebung der Studienreihe

Im Vergleich zu anderen Branchen spielt das Controlling in der Sozialwirtschaft eine untergeordnete Rolle. Jedoch ist ein leistungsstarkes Controlling auch für sozialwirtschaftliche Unternehmen unerlässlich. Ob operativ, strategisch, im Hinblick auf das Erzielen von Wirkungen oder beim Thema „Nachhaltigkeit“ – die Bedeutung des Controllings wächst stark, nicht zuletzt aufgrund der vielen Herausforderungen: Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation, sowie des Personalmangels sind funktionierende und effiziente Controllingstrukturen von zentraler Bedeutung. 

Nach den ersten beiden erfolgreichen Studienerhebungen der vergangenen zwei Jahre, untersuchen die Partner der Studie – die Hochschule Koblenz, die Hochschule Mainz, die Duale Hochschule Baden-Württemberg, Curacon und die Deutsche Gesellschaft für Management und Controlling in der Sozialwirtschaft – die Entwicklungen im Zeitverlauf zum operativen und strategischen Controlling sowie zum Wirkungscontrolling. Erstmals wird das Personalcontrolling im Schwerpunkt untersucht und auch das Thema Nachhaltigkeit wird in der dritten Studie in den Fokus genommen. 

Das Ziel der Untersuchung ist es, einen Überblick über aktuelle Gegebenheiten und Entwicklungsstände des Controllings zu geben. Dabei wird den Unternehmen in der Sozialwirtschaft die Möglichkeit gegeben, einen Vergleich ihrer Controlling-Praktiken mit denen der Branchen anzustellen. Hierbei können aktuelle Handlungsbedarfe erschlossen und ein echter Mehrwert für die Branche generiert werden.

Zur Teilnahme

Die Studie richtet sich an Geschäftsführungen, Einrichtungsleitungen und Controller:innen in Einrichtungen der Sozialwirtschaft. Anbieter ambulanter, teil- und vollstationärer Dienstleistungen in der Altenhilfe und Pflege, in der Kinder- und Jugendhilfe und in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sind zur Teilnahme an der Umfrage zur Studie eingeladen. 

Die Teilnahme an der Umfrage nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Ergänzende Unterlagen werden nicht benötigt. Die Umfrage ist anonym, d.h. es sind keine Rückschlüsse auf die Antworten einzelner Teilnehmer:innen möglich. Als Dankeschön bekommen die Teilnehmenden die Studienergebnisse bereits nach der Auswertung zur Verfügung gestellt. 

Zur Befragung: www.curacon.de/studien/studie-controlling-in-der-sozialwirtschaft-2025

Die Veröffentlichung der Studie ist für Januar 2025 geplant

Umsetzung des neuen Personalbemessungsverfahrens nach §113c SGB XI

Das neue Personalbemessungsverfahren in der Alten- und Langzeitpflege, das seit dem 1. Juli 2023 gilt, soll die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern. Auf Basis bundeseinheitlicher Personalschlüssel wird Einrichtungen die Möglichkeit geboten, eine höhere Personalausstattung mit Pflege- und Betreuungskräften als bisher zu vereinbaren. Das neue Verfahren orientiert sich am Case-Mix und ermöglicht eine kompetenzorientierte Aufgabenverteilung innerhalb der drei Qualifikationsniveaus von Mitarbeitergruppen.
Außerdem soll berücksichtigt werden, dass spätestens bis Dezember 2025 die zusätzlichen Fachkräfte nach §8 Abs. 6 SGB XI sowie die zusätzlichen Hilfskräfte nach §84 Abs. 9 SGB XI in das neue Pflegesatzverfahren übertragen werden müssen.
Papier ist geduldig – damit das neue Personalbemessungssystem tatsächlich auch in der Praxis ankommt, sind umfassende Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen erforderlich. Hierzu gehört u.a. die Einführung eines neuen Pflegeorganisationssystems, das Prinzipien der Bezugs- und Funktionspflege integriert.

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