Umsetzung Bundesteilhabegesetz – Soziale Organisationen zukunftsfähig gestalten

Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Eingliederungshilfe grundlegend neu geregelt und ein tiefgreifender fachlicher Paradigmenwechsel eingeleitet. Die neuen Anforderungen bedeuten für Unternehmen der Sozialwirtschaft nichts weniger als einen fundamentalen Systemwandel, der Auswirkungen auf alle Organisationsbereiche hat. In vielen zentralen Leistungsbereichen wird dabei Neuland betreten, so dass Kreativität, Mut zu Innovation und Geschick beim Management des Veränderungsprozesses gefragt sind.

Schritte in die richtige Richtung

Zentral für den notwendigen Transformationsprozess ist zunächst die Entscheidung, wie der Paradigmenwechsel in der Unternehmensstrategie verankert und das Unternehmen zukunftsfähig aufgestellt werden soll. Die Unternehmensziele müssen in interne Strukturen und organisatorische Abläufe übersetzt werden. Zudem müssen das strategische und operative Controlling auf den Umstrukturierungsprozess bzw. die neue Leistungssystematik hin ausgerichtet werden.

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Software-Auswahlverfahren für das Controlling in der Sozialwirtschaft: Auf dem Weg zum BI-System!

Für das Rationalitätsniveau von Managemententscheidungen in (sozialwirtschaftlichen) Organisationen ist neben dem Know-how der Unternehmensführung ein Faktor von besonderer Bedeutung: die Verfügbarkeit von Informationen. Entscheidungsrelevante Informationen zeitnah und in entsprechender Qualität zur Verfügung zu stellen, ist Aufgabe des Controllings. Die Software, mit deren Hilfe die hierfür erforderlichen Daten aufbereitet und strukturiert werden, ist für das Controlling ein zentraler Produktionsfaktor. Der vorliegende Beitrag gibt zunächst einen kurzen Überblick zum aktuellen Stand des Controllings (inkl. der IT-Lösungen) in der Sozialwirtschaft, bevor in einem zweiten Schritt der Weg zu einem BI-System skizziert wird.

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Die DGCS-Controlling-Standards in der Praxis

Die Deutsche Gesellschaft für Management und Controlling in der Sozialwirtschaft e.V. (DGCS) hat mit der Entwicklung von DGCS-Controlling-Standards einen praxisorientierten Bezugsrahmen geschaffen, der an die spezifischen Bedarfe einzelner sozialwirtschaftlicher Organisationen angepasst werden kann. Die Controlling-Standards sollen den Organisationen ermöglichen, Controlling-Prozesse zu reflektieren, zu analysieren und Aktivitätsmuster sowie Handlungsbedarfe zu identifizieren. Basis der DGCS-Controlling-Standards ist die DIN SPEC 1086:2008, die allgemeinen Anforderungen und Standards für das Controlling normiert. Diese wurden auf die relevanten Spezifika und Besonderheiten der Sozialwirtschaft hin angepasst.

Um die DGCS-Controlling-Standards für die Praxis nutzbar zu machen, übersetzten die DGCS und xit diese in ein digitales Check-Instrument. Hierfür nutzten wir das xit-Befragungsportal.

Dieser Controlling-Online-Check wurde den DGCS-Mitgliedern und Newsletter-Abonnenten für einen ersten Testlauf kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse dieses Testlaufs, der Mitte des Jahres 2021 durchgeführt wurde, liegen nun vor.  

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Wirkungscontrolling als Basis zur strategischen Angebotsentwicklung

xit-Vortrag auf der Werkstätten:Messe 2017

Im Rahmen der Messe hat sich auch wieder die SROI-Familie zusammengefunden. Veranstaltet haben diesen Workshop die BAG WfbM (Martin Kaufmann) und xit (Britta Wagner) gemeinsam.

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Wirkungsorientiertes Controlling

Produktbild

Soziale Organisationen stehen zunehmend vor der Herausforderung einen Nachweis für Ihre Wirkung und Wirksamkeit zu erbringen. Aktuell berichten sozialen Organisationen sowohl intern (gegenüber Geschäftsführungen, Vorständen und Aufsichtsräten) als auch extern (gegenüber Kostenträgern und anderen Stakeholdern) vor allem klassische Output-Kennzahlen, wie z.B. die Anzahl von Beratungen, Plätzen und Übertritten auf den ersten Arbeitsmarkt, oder sie beschreiben ihre Tätigkeiten in umfangreichen Jahresberichten.

Meist erfährt man dabei wenig über die tatsächliche Wirkung der sozialen Organisation für ihre Nutzer. Das Wirkungsorientierte Controlling (WoC) macht diese Wirkung sichtbar und ermittelt dabei, welche organisatorischen Einflussfaktoren relevant sind.

Die Wirkungen sozialer Organisationen lassen sich in monetäre (z.B. Transferströme zwischen öffentlicher Hand und Einrichtungen bzw. Personen, Opportunitätserträge, regionalökonomische Effekte) und nicht-monetäre Wirkungen unterscheiden. Für das Wirkungsorientierte Controlling sind zunächst die nicht-monetären Wirkungen, z.B. in Form von Lebensqualität, Teilhabe oder Alltagsoptionen, von besonderer Bedeutung. Diese nicht-monetären Wirkungen können in einem zweiten Schritt mit dem Finanzcontrolling in Beziehung gesetzt werden, so dass eine sinnvolle Information über die Produktivität einer sozialen Einrichtung vorliegt.

Voraussetzung hierfür sind zum einen valide und reliable Messinstrumente, mit denen man die Wirkungen sozialer Einrichtungen erfassen, und zum zweiten ein Modell, mit dem man berechnen kann, welcher Anteil an Lebensqualität und Teilhabe durch die Einrichtung beeinflussbar ist.

Durch unsere zahlreichen Projekte zur Wirkungsanalyse haben wir umfassende Erfahrungen monetäre und nicht-monetäre Wirkungen darzustellen und haben zusammen mit dem Sozialwerk St. Georg das Wirkungsorientierte Controlling für soziale Organisationen entwickelt. Damit verfügen wir über entsprechende Instrumente und ein Modell, das es nicht nur ermöglicht, z.B. die Lebensqualität im IST zu messen, sondern auch die wahrscheinliche Lebensqualität (als SOLL-Wert) zu prognostizieren, so dass ermittelt werden kann, welches Maß z.B. an Lebensqualität und Teilhabechancen „im Normalfall“ zu erwarten wäre. Abweichungen vom Soll-Wert, bilden dann die Basis für eine Analyse der Gründe hierfür.

Besonders interessant ist es, diese Analyse vergleichend für mehrere gleiche oder zumindest ähnliche Angebote eines sozialen Dienstleisters durchzuführen. In diesem Fall kann man überprüfen, wo Inputgrößen (z.B. Entgelte, Personalmengen) oder wo „weichen“ Faktoren (z.B. Führungsstile oder pädagogisches Know) Unterschiede und Abweichungen vom Sollwert erklären.

In jedem Fall erhält eine Organisation, die ein Wirkungsorientiertes Controlling aufbaut, präzise Hinweise darauf, welche Einheiten in ihrer Wirkung hinter den erwarteten Werten zurückliegen. Damit können Leitungsverantwortliche zielorientiert und faktenbasiert in den Diskurs mit Mitarbeitern treten (z. B. über die Wirksamkeit von Konzepten) und Veränderungen anstreben. Die Informationen und Erkenntnisse aus dem Wirkungsorientierte Controlling können auch für Gespräche mit den Kostenträgern genutzt werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Projektflyer Wirkungsorientiertes Controlling.